Die Kanaren

Die Überfahrt: Lissabon – Lanazorte
Die Überfahrt zu den Kanaren verlief ohne Probleme. Zumindest zu Beginn durften wir die ersten 130 Meilen mit schönem Wind (4-5 Beaufort) runtersegeln. Danach immer wieder mal abwechselnd mit Motorunterstützung, weil der Wind abnahm und ein Rückenwind von 3 Bf einfach zuwenig ist für unser schweres Stahlschiff um vernünftig vorwärts zu kommen. Die gesetzten Segel vermindern üblicherweise die Rollbewegungen des Schiffes. Da aber bei wenig Wind die Segel anfangen hin und her zu schlagen und so Schaden nehmen können, mussten wir diese teilweise bis ganz bergen. Somit fing das Schiff ziemlich stark zu rollen an.

20161010-080212

Die ersten 2 Tage dieser Überfahrt waren wegen den Rollbewegungen sehr gewöhnungsbedürftig für uns beide. Die Nachtwachen gingen ohne Probleme von statten, auch dank Unterstützung von Radar und AIS Empfänger, welche uns etwas längere Ruhephasen ermöglichten.

20161010-080632

20161010-080729

Wir genossen meistens sternenklaren Himmel sowie schönste Sonnenauf- und untergänge.

20161010-080102

Meine Verfassung verbesserte sich zum Glück ab dem 3. Tag (Sonntag) wieder und ich konnte endlich wieder ein wenig Essen behalten und weniger Fische füttern gehen 😉
Die nächsten Tage vergingen wie im Fluge, denn sobald wir uns an das Rollen gewöhnt hatten, konnten wir uns auch vernünftig bewegen, lesen, verpflegen und haben sogar leckere Menüs gekocht, nur ein Fisch wollte nie anbeissen… 😉

20161010-080237

20161010-080430

20161012-085144

Der 5. Tag, Mittwoch morgen früh: Laaaand in Siiiicht!!

20161012-084915

Die vorgelagerten Inseln von Lanzarote kamen in Sichtweite.
Mitte Nachmittag liefen wir dann in der „Marina Lanzarote“ in der Hauptstadt Arrecife ein. Und ich sage euch, ein super Gefühl anzukommen und das lang ersehnte herrlich-sonnig-warme Wetter war da. Wunderbar!

Lanzarote
Hier in dieser neuen Marina wimmelte es endlich nur so von Langfahrtenseglern. Man tauscht sich über dieses uns jenes aus, vor allem über das Arsenal an Technik und Maschinen an Bord, über das Wetter, über diverse Überfahrten rund um den Atlantik. Wir hörten abenteuerliche und wunderschöne Geschichten und Erlebtes von den netten Schiffs-Nachbarn.

Am Freitag Abend wurde in Arrecife gefeiert: an 4 verschiedenen Orten gab es je ein Musikkonzert unterschiedlicher Musikstilrichtung. Das Beste war, das letzte Konzert fing um 22:30 Uhr an und zwar im Gelände unserer Marina 🙂 Besser gings ja wohl nicht. Und es hatte gerockt! 😉 Die anschliessende Party mit DJ war zwar weniger unser Stil und dauerte bis in die frühen Morgenstunden, störte uns aber nicht gross, wir zogen uns in unser Schiffchen zurück.

So verging die Woche in Arrecife im Nu. Denn wir hatten auch wieder jede Menge auf dem Schiff und an Land mit dem Zusammensuchen verschiedener Schiffsteile zu tun. Dies jedoch alles bei herrlich sommerlichen Wetter, üblicherweise 30 Grad. So lässt es sich gut Arbeiten und Leben.

Wir legten am Mittwoch mal eine Pause ein und mieteten uns ein Auto um die vulkanische Insel Lanzarote zu besichtigen. Siehe Bilder – ohne Worte 😉

20161019-115835

20161019-120904

20161019-125052

20161019-123402

20161019-122308

20161019-113807

Fuerteventura

Freitag, 21. Oktober, segelten wir dann weiter südlich Richtung Fuerteventura.

Unser Anker fiel nach nur 5 Stunden Fahrt in der Bucht des touristischen Städtchen Corralejo im Norden von Fuerteventura.
Unterwegs hatten wir zwei wunderschöne Erlebnisse: Mitten im blauen Meer besuchte uns eine grosse Schule Delfine! Wunderbares Erlebnis!
Dann, eine Stunde später, rrrrrrratsch…..etwas zerrt an der Angelleine!!!! Wir haben endlich einen Fisch gefangen!

20161021-172847

Eine wunderbare Makrele. Das Nachtessen war somit auch schon bestellt 😉 Lecker wars!

Zurück nach Lanzarote

Nach zwei entspannten Tagen in der Bucht von Corralejo sind wir seit Montag Morgen zurück im Süden von Lanzarote, dem Städtchen Playa Blanca. Hier lassen wir einige grössere Arbeiten am Schiff von der Schiffswerft durchführen (Motorservice, Kiel-Tank anschliessen, neues Sonnensegel).

Ein Gedanke zu „Die Kanaren“

  1. halli hallo ihr zwei. danke für eure Eindrücke, oh ich kann es so gut nachempfinden..das Rollen, die Sternenklare Nächte, das Hafenleben…hey erste 5 Tagestripp geschafft! gratuliere. ich wünsch euch ganz viele wunderbare weitere solcher ruhiger Schläge..bin gespannt wann ihr übersetzt..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.