Anker ab

Heute war kein Wind angesagt. Dementsprechend heiss war es auf unserer Fahrt von Birkholm nach vorerst Svendborg, wo wir ein paar Einkäufe zu erledigen hatten. Baden ist leider momentan auch nicht drin. Das Wasser hat zwar in der Dänischen Südsee bereits eine Temperatur von 20° erreicht. Es findet sich hier wohl kaum einen Quadratmeter, in dem keine Quallen zu sehen wären. Mit diesen ekligen Dingern wollen wir nun wirklich nicht baden…

Svendborg liegt am Svendborg Sund, der je nach Gezeiten, primär aber je nach Windrichtung und -stärke einen Strom aufweist. Im April bin ich bereits mal hier durchgefahren und hatte das Pech, bei Starkwind einen relativ starken Gegenstrom zu haben. Heute war zwar kein Wind, der Strom war aber leider wieder gegen uns (wenigstens nicht schneller als 1 Kn). Svendborg selbst machte auf uns keinen besonderen Eindruck. Nachdem wir ein paar Einkaufsläden abgeklappert hatten, verschwanden wir schnell wieder auf dem Schiff fuhren noch ca. eine Stunde weiter östlich. Wir wollten ankern und haben eine schöne Bucht (Lunke Bugt) wenig ausserhalb des Sundes gefunden. Zwei verkattete Anker halten uns sicher an Ort und Stelle und wir können den wiederum schönen Abend geniessen. Es gibt frischen Lachs zum Znacht 🙂 (leider nicht selber gefangen, das Angeln ist uns noch fremd…).

Unterdessen haben wir noch unser neues Dingi ausprobiert. Dingi ist vielleicht ein bisschen übertrieben – es ist ein besseres Schlauchboot mit zwei Paddeln, funktioniert aber hervorragend um kurze Strecken vom Ankerplatz bis zum Ufer zu überbrücken (oder um ungestört ein Nickerchen zu halten 😉 ).

Morgen wollen wir ein Stück weiter nach Norden kommen und unter anderem die längste Hängebrücke Europas, die Storebælt-Brücke, passieren. Wir wollen bis in einer Woche in Roskilde auf Seeland sein, wo am nächsten Wochenende (14. – 16. Juni) ein Jazzfestival stattfindet. Das dürfen wir auf keinen Fall verpassen!

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