Nordspanien

In der Marina Santander konnten wir endlich unseren Kleiderberg waschen und noch Philipps Tauchflasche füllen. Neben der Marina lag gleich die Landebahn des Flughafens von Santander. Leider war die Marina etwas ab vom Schuss und so spazierten wir schon mal gut über eine Stunde zum grossen Supermarkt. Nach dem Grosseinkauf leisteten wir uns dann ein Taxi zurück in die Marina 😉

Danach hiess es gleich „Leinen los“ und etwas später am Nachmittag fiel der Anker vor dem Strand von Santander. Schönes Wetter, wir wollten rüber zur Stadt Santander, also das Dingi musste her. Jedoch bis das Dingi ausgepackt und aufgeblasen war, der Dingi Motor mit Benzin gefüllt und alles bereit im Wasser war, war es leider schon bald am Eindunkeln und wir ganz schön müde vom ganzen Tag. So entschieden wir uns gegen einen Landgang in Santander und gingen auch bald schlafen. Da die Windbedingungen für die nächsten Tage optimal waren, standen wir am anderen Morgen früh auf. Nach dem Frühstück waren wir bereit zur Weiterfahrt nach Westen. Alles gecheckt, Logbuch Eintrag gemacht, Maschine an. Beide gingen wir direkt auf das Vorderschiff um das Dingi noch fertig zu befestigen und den Anker zu lichten. Als wir beide zurück ins Cockpit kamen, Oh Schreck!! Der Auspuff des Motors war schon am Rauchen und unsere Alarmglocken klingelten! Sofort Motor aus, da wir auch sahen, dass kein Kühlwasser aus dem Auspuff kam. Das konnte nichts Gutes bedeuten!
Die Ursache war schnell gefunden: Das Ventil für die Kühlwasserzufuhr war noch zu!! Wie auch immer dies passieren konnte war uns schleierhaft, jedoch den grössten Fehler machten wir an diesem Morgen nach dem Anlassen des Motors, als wir nicht das Austreten des Kühlwassers aus dem Auspuff überprüft haben.
Dieser Fehler führte dann zu einer halbtägigen Reparaturaktion. Da der Impeller für das Kühlwasser trocken lief, wurde er nicht mehr geschmiert und zerfetzte in dutzende Teile. Glücklicherweise hatten wir noch Ersatzteile dabei und nach dem Einlesen in die Volvo-Penta Betriebsanleitung konnten wir den Schaden beheben.
20160827-112607
Jedoch an eine Weiterfahrt war nicht mehr zu denken und so entschieden wir uns doch noch für einen Landgang mit unserem Dingi in Santander, da wir nun noch eine Nacht vor Anker länger blieben 😉
20160827-192704

Der nächste Segeltag verlief dann mal ohne Zwischenfall und wir ankerten in einer schönen felsigen einsamen Bucht, welche uns wieder an Irland erinnerte. Der grosse Schwell, welcher über Nacht dann immer heftiger zu spüren war, liess uns dann die nächsten paar Nächte jeweils in Häfen übernachten. Schade eigentlich, es gibt sehr schöne Buchten mit Strand oder mit schönen Felsen, welche leider fast alle gegen Norden offen sind und somit überhaupt nicht gegen die Wellen geschützt sind.
Auf der anderen Seite wurden wir belohnt mit dem schönen und sauberen Örtchen „Llanes“ und seinem schönen kleinen Hafen. Geschäftiges Städtchen, schöne Kaffeehäuser und Bars, zufälligerweise gleich noch Trödelmarkt. Schöne und gut erhaltene Altstadt und der Pilgerweg „Camino de Santiago“ führt auch gleich hier durch.
20160829-182302
Im Hafen machten wir auch bald Bekanntschaft mit Michel und Josianne, einem sehr netten Rentnerpaar aus Frankreich, welche auch nach Westen weiterwollten. Da sie die Biskaya wie ihre Westentasche kennen, konnten wir von ihrem Knowhow profitieren wo die besten Ankerplätze und Häfen zu finden sind, welche Orte es sich lohnt zu besuchen usw.

Der nächste und grössere Hafen nach Llanes war dann Gijón. Grosse Stadt, etwas zu laut und lärmig für unseren Geschmack. Dafür assen wir mit Michel und Josianne feine Meeresfrüchte (Pulpo a la romana und Chipirones a la plancha) sowie Cidre (erinnert an Suure Moscht, ist jedoch trüber und noch etwas saurer als unser schweizer Suure Moscht) sowie feine Helados = Gelatis 😉
20160831-165853
Wir verliessen Gijón am nächsten Tag, übernachteten einmal im nicht sehr einladenden Hafen von Ribadeo und ankerten nach einer kurzen Segeletappe hinter einer vor Schwell geschützten Mole. Schön endlich wieder mal zu ankern und Ruhe zu haben, auch wenn die Aussicht nicht besonders prickelnd war: Rund um uns war Industrie-Gelände. Uns aber egal, nach einem feinen Nachtessen versüssten wir unseren Abend mit einer StarTrek Folge 😉 So geht das.
20160830-153405

Heute, 3.9.2016 ist ein besonderen Tag 🙂 Philipp feiert seinen 36. Geburtstag (bei Männer darf man das Alter ja angeben oder ;-P ?! ) Heute gab es schönes Wetter und das Segeln machte auch Spass, wenn auch nicht sehr viel Wind vorhanden war. Aber unser Ziel war ja auch nur wenige Seemeilen entfernt und so fiel der Anker nach 14 Uhr in einer traumhaften Bucht. Etwas felsig, darauf schöner Pinienwald, dazwischen weisser Sandstrand und smaragdgrünes Wasser! Traumhaft. Was will man mehr! Kleiner Landing-Drink war somit fällig 😉 Ein Geburtstagskuchen wurde auch noch gebacken, ein nicht ganz einfaches Unterfangen mit einem Gasbackofen mit nur Unterhitze und keiner Temperaturanzeige… Aber der Kuchen ist fertig geworden, Glasur muss noch drauf und fertig! 😉
Und nun geniessen wir noch den Abend zu zweit in dieser wunderschönen Bucht, werden etwas später das Nachtessen geniessen sowie mit einem feinen Gläschen Rotwein auf den Geburtstag von Philipp anstossen 🙂
20160904-015405

20160904-015906

Ein Gedanke zu „Nordspanien“

  1. Happy Birthday, Philipp!! Here are some birthday candles for you; iiiiiiiiiiii Such especially fond memories you’ll have of this birthday! Love the picture of the appetizers! Wish I was there to share! Love ya, Aunt Sandy

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.